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Unsere Themen - Wozu?

Die Fragen, mit denen sich Hilfesuchende an uns wenden, sind verschieden. Teilweise will Mann sich nur darüber informieren, wo er in Würzburg so hingehen kann, welche schwule Lokalitäten es überhaupt gibt, welche regelmäßigen und unregelmäßigen Veranstaltungen, usw. Teilweise erreichen uns auch Fragen zum Thema Safer Sex, Geschlechtskrankheiten und AIDS. Für all diese Bereiche hält die ROSA HILFE u.a. eine Vielzahl von Informationsprospekten bereit, die auf Wunsch gerne zugesandt oder bei einem Besuch des Schwulenzentrums mitgenommen werden können.

Nicht immer aber ist die Beantwortung von Fragen derart einfach wie in diesen Fällen. So wenden sich etwa viele - insbesondere junge Schwule - in ihrem Coming Out an uns. Fragen wie "Bin ich wirklich schwul?", "Wie soll ich das nur meinen Eltern sagen?" oder "Wie soll ich auf die Hänseleien meiner Mitschüler reagieren, die davon Wind bekommen haben?", sind keine Seltenheit. Da die Phase des Coming Outs in der ROSA HILFE-Arbeit eine besondere Stellung einnimmt, gehen wir in einem eigenen Menüpunkt dieser Homepage gesondert darauf ein.

Ein anderes Beispiel: Familienvater, verheiratet, zwei Kinder ... dem im Laufe der Jahre bewusst wurde, dass er eigentlich homosexuell ist ... Auch in diesem Fall ist guter Rat teuer. Die ROSA HILFE kann auch hier auf Erfahrungswerte in der Auseinandersetzung mit derartigen Problemen zurückgreifen. Vor allem können wir Hilfesuchende oft weiter vermitteln. Das bedeutet, dass wir junge Schwule in der Phase ihres Coming Outs z.B. auf die schwuLesbische Jugendgruppe in Würzburg hinweisen, in der eine Vielzahl junger Schwuler und Lesben mit ähnlichen Problemen regelmäßig zusammenkommen und sich diesbezüglich untereinander austauschen. Im Falle des schwulen Familienvaters stellen wir Treffen mit anderen Vätern her, die eben jene Phase, die der Anrufer gerade durchlebt, schon hinter sich haben.

Neben das Zuhören, Beraten und Informieren tritt also das Weitervermitteln. Diese ist deshalb so wichtig, weil es mitunter nicht immer nur reicht zuzuhören. Das ROSA HILFE-Team setzt sich aus Schwulen zusammen, die vorrangig auf Grund ihres eigenen Erfahrungsschatzes beraten. Merkt ein Berater aber, dass die Situation seine eigenen Fähigkeiten übersteigt, ist er angehalten, auch einen Kontakt zu psychologisch geschultem Personal (etwa der Telefon-Seelsorge) oder der Aids-Beratungsstelle zu vermitteln bzw. herzustellen. Dies war und ist z.B. immer dann der Fall, wenn ein Anrufer akut suizidgefährdet ist oder sich auf Grund eines positiv ausgefallenen HIV-Tests in einem extremen Ausnahmezustand befindet.

Eine der Stärken des Beratungsdienstes liegt heute gerade im persönlichen Gespräch, das ein reines Internetforum nicht ermöglichen kann. Dabei bietet die ROSA HILFE nicht nur telefonische Beratung sondern auch die Möglichkeit persönlicher Beratungsgespräche bei gleichzeitiger Diskretion. Vielen Schwulen fällt es jedoch zunächst noch schwer, erstmals zu einem Beratungsgespräch in das Würzburger Schwulenzentrum zu kommen. Man ist selbst oft noch durch allerhand Vorurteile und Klischees belastet und malt sich die wüstesten Vorstellungen aus, wie es an solchen Orten wohl zugehen mag. Ein diskretes Treffen in einem der städtischen Cafés kann diese Angst nehmen, weil man zum einen wahrnimmt, dass auch ein ROSA HILFE-Mitarbeiter nur ein ganz normaler Mensch ist und zum anderen seine Erzählungen so gar nicht den Horrorszenarien entsprechen wollen, mit denen sich manch einer vorab vielleicht selbst unter Druck gesetzt hat.

Rosa Hilfe

Beratung, rund um die Homosexualität.
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