{"id":1221,"date":"2018-07-27T17:46:13","date_gmt":"2018-07-27T15:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wufzentrum.de\/?page_id=1221"},"modified":"2023-09-01T12:46:07","modified_gmt":"2023-09-01T10:46:07","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wufzentrum.de\/index.php\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h1>Die Geschichte des queeren Zentrums W\u00fcrzburg WuF e. V.<\/h1>\n<h3>1972<\/h3>\n<p>Zwei schwule Studenten der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg rufen zur Gr\u00fcndung eines \u201eHomophilen Diskussions- und Arbeitskreises\u201c auf.<\/p>\n<div style=\"min-height: 120px;\">\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"160\" height=\"114\" class=\"alignright wp-image-1317 size-full\" alt=\"Logo W\u00fcHSt (1972 bis 1998)\" src=\"https:\/\/www.wufzentrum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/csm_logowuehst_e4a9970bca.png\">1973<\/h3>\n<p>15 Studenten gehen unter dem Namen \u201eW\u00fcrzburger homosexuelle Studentengruppe\u201c (W\u00fcHST) erstmals an die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<\/div>\n<h3>1974<\/h3>\n<p>Man nennt sich jetzt \u201eW\u00fcrzburger homosexuelle Studenteninitiative\u201c (W\u00fcHSt) und bezieht in der Virchowstra\u00dfe 9 drei R\u00e4ume in einer Privatwohnung als \u201eW\u00fcHSt-Zentrum\u201c.<\/p>\n<h3>1977<\/h3>\n<p>Im Mai bezieht man zusammen mit anderen Gruppen aus dem links-alternativ-autonomen Spektrum ein Anwesen in der Burkarderstra\u00dfe 12. Dieses Zentrum hei\u00dft von Anfang an WuF-Zentrum (Werdet unsere Freunde).<\/p>\n<h3>1978<\/h3>\n<p>Die Rosa Hilfe bietet erstmalig Beratung f\u00fcr Schwule bei telefonischen Anfragen. Auch wenn sich im Lauf der Zeit die Themen und die Medien gewandelt haben, bis heute besteht dieses Angebot fort.<\/p>\n<h3>1982<\/h3>\n<p>Vom 22. bis 24. Januar findet das erste schwule Filmwochenende in W\u00fcrzburg statt. Es wird \u00fcber viele Jahre deutschlandweite Aufmerksamkeit bekommen.<\/p>\n<p>Am 11. M\u00e4rz wird W\u00fcHSt unter dem Namen \u201eW\u00fcHSt \u2013 Verein zur F\u00f6rderung von Emanzipation, Kommunikation und Kultur e. V.\u201c ein eingetragener Verein. Im Mai wird das WuF-Zentrum in einer \u00f6ffentlichkeitswirksamen Demonstration zu Grabe getragen. Der Vermieter hatte den Vertrag wegen massiven Drucks aus der Nachbarschaft gek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Ab Juni trifft man sich in der evangelischen Studentengemeinde.<\/p>\n<div style=\"min-height: 85px;\">\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"78\" class=\"alignright wp-image-1319 size-full\" alt=\"Logo WuF (1984 bis 2003)\" src=\"https:\/\/www.wufzentrum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/wuflogo3.jpg\">1983<\/h3>\n<p>Am 30. April wird das neue WuF-Zentrum im Nigglweg in Betrieb genommen. Tr\u00e4ger ist der neu gegr\u00fcndete \u201eWuF \u2013 Werdet unsere Freunde e. V.\u201c. In ihm arbeiten die verschiedenen Gruppen (Umweltschutzgruppe, DFG-VK, Volksfront, W\u00fcHSt), die das WuF bev\u00f6lkern, zusammen. W\u00fcHSt nennt sich nach au\u00dfen jetzt oft \u201eW\u00fcrzburger homosexuelle Emanzipationsgruppe\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<h3>1986<\/h3>\n<p>Ab Ende des Jahres erscheint regelm\u00e4\u00dfig die W\u00fcHSt-Info mit schwulen Terminen.<\/p>\n<h3>1987<\/h3>\n<p>Die W\u00fcrzburger Aidshilfe zieht in die R\u00e4ume des WuF-Zentrums. Sie wird hier bis 1993 bleiben.<\/p>\n<div style=\"min-height: 140px;\">\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"134\" class=\"alignright wp-image-1320 size-full\" alt=\"WuF-H\u00e4uschen (1991 bis 2003)\" src=\"https:\/\/www.wufzentrum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/wuflogo.jpg\">1989<\/h3>\n<p>Nachdem alle nichtschwulen Gruppen im Haus sich aufgel\u00f6st haben oder ausgezogen sind, hat sich das WuF faktisch zum reinen Schwulenzentrum gewandelt. Am 1. September wird auch das Obergeschoss gepachtet, so dass nun das gesamte Anwesen in der Hand des WuF ist.<\/p>\n<\/div>\n<h3>1998<\/h3>\n<p>WuF e. V. und W\u00fcHSt e. V. bestehen jahrelang nebeneinander. Personell sind sie eng miteinander verbunden und f\u00fcr Au\u00dfenstehende kaum voneinander zu unterscheiden. Am 1. September werden die Konsequenzen daraus gezogen. Durch Vereinigung entsteht der neue \u201eWuF (Werdet unsere Freunde) \u2013 Verein zur F\u00f6rderung von Emanzipation, Kommunikation und Kultur \u2013 W\u00fcHSt e.V.\u201c.<\/p>\n<h3>2002<\/h3>\n<p>Die Jugendgruppe D\u00e9j\u00e0W\u00fc gr\u00fcndet sich neu. Im Jahr 2008 wird die Jugendgruppe als eigener Verein eingetragen, bleibt aber weiterhin ein Teil des WuF-Zentrums.<\/p>\n<div style=\"min-height: 55px;\">\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"180\" height=\"49\" class=\"alignright wp-image-1321 size-full\" alt=\"Logo WuF (2003 bis 2007)\" src=\"https:\/\/www.wufzentrum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/csm_logowuf02_27e066467a.png\">2003<\/h3>\n<p>Im M\u00e4rz passt man den Namen dem gewandelten Selbstverst\u00e4ndnis und dem allgemeinen Sprachgebrauch an. Der Verein hei\u00dft nun \u201eWuF e.V. &#8211; W\u00fcrzburger Schwulenzentrum\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"min-height: 160px;\">\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"179\" height=\"153\" class=\"alignright wp-image-1322 size-full\" alt=\"Logo WuF (2007 bis 2008)\" src=\"https:\/\/www.wufzentrum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/logowuf01_01.png\">2007<\/h3>\n<p>Seit langer Zeit haben auch lesbische Veranstaltungen einen festen Platz im WuF-Zentrum. Diesem Wandel wird am 4. Februar Rechnung getragen. Per Mitgliederbeschluss wird das WuF-Zentrum in \u201eschwulesbisches Zentrum W\u00fcrzburg\u201c umbenannt. Au\u00dferdem wird der Chor \u201eSotto Voce\u201c gegr\u00fcndet.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"min-height: 70px;\">\n<h3>2008<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"62\" class=\"alignright wp-image-1323 size-full\" alt=\"Logo WuF (seit 2008)\" src=\"https:\/\/www.wufzentrum.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/logo-1x-weiss.png\">Neu hinzu kamen Treff.punkt 8 und die ILSE-Gruppe. Marketingtechnisch \u00f6ffnet sich das WuF-Zentrum mehr nach au\u00dfen. Es gibt nun das neue Corporate Identity (Logo, wufmag, Website).<\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Georg Rosenthal (SPD) \u00fcbernimmt erstmals die Schirmherrschaft der Rosa-Hilfe-Gala. Dies ist nicht nur Ausdruck einer Wertsch\u00e4tzung durch die Stadt sondern auch Zeichen einer st\u00e4rkeren Vernetzung mit der Stadt W\u00fcrzburg und anderen Tr\u00e4gern.<\/p>\n<h3>2012<\/h3>\n<p>Mit einem Festakt in den R\u00e4umen von Don Bosco feiert das WuF-Zentrum 40-j\u00e4hriges Bestehen. Als Laudator erheitert der Comiczeichner Ralf K\u00f6nig die Besucher, w\u00e4hrend LSVD-Bundesvorstand Axel Hochrein einen historischen Abriss \u00fcber die bewegte Zeit gibt.<\/p>\n<p>Das Lilafon soll f\u00fcr Lesben ein \u00e4hnliches Angebot darstellen wie die Rosa Hilfe f\u00fcr Schwule. Aufgrund der geringen Nachfrage wurde das Angebot bereits nach 3 Jahren wieder eingestellt.<\/p>\n<h3>2014<\/h3>\n<p>Schon seit Jahren arbeitet das WuF-Zentrum bei der Aufarbeitung von Opfern des Nationalsozialismus im Rahmen der Aktion Stolpersteine mit. Im Stadtgebiet wurden vier schwule Opfer mit einem Stolperstein geehrt. Anl\u00e4sslich der Verlegung des Steines f\u00fcr Dr. Leopold Obermayer organisierte das WuF eine Benefizveranstaltung im Bockshorn.<\/p>\n<h3>2015<\/h3>\n<p>TransIdent zieht in das WuF-Zentrum. Das Beratungsangebot f\u00fcr Trans*Menschen trifft sich einmal im Monat.<\/p>\n<h3>2017<\/h3>\n<p>Gemeinsam mit der Caritas W\u00fcrzburg, dem Missions\u00e4rztlichen Institut, den Oberzeller Schwestern und dem W\u00fcrzburger Fl\u00fcchtlingsrat wird das Beratungsangebot Queer Refugees gegr\u00fcndet. Gefl\u00fcchteten soll dabei bei allen Belangen zu ihrer sexuellen Identit\u00e4t geholfen werden. Als weiteres Ziel wird die Schaffung von sicheren Unterk\u00fcnften angestrebt.<\/p>\n<h3>2019<\/h3>\n<p>Mit TraKiNe wird das Beratungsangebot f\u00fcr transidente Kinder und Jugendliche erweitert.<\/p>\n<h3>2021<\/h3>\n<p>Auf Wunsch und nach Abstimmung erfolgt der Beschluss, das WuF nun queeres Zentrum W\u00fcrzburg zu nennen.<\/p>\n<\/div>\n<h3>Danke!<\/h3>\n<p>In diesem Zusammenhang danken wir allen ehrenamtlichen Helfern_innen, die in der Geschichte des Schwulesbischen\/queeren Vereins WuF e.V., den Verein aufgebaut, gest\u00e4rkt und unterst\u00fctzt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte des queeren Zentrums W\u00fcrzburg WuF e. V. 1972 Zwei schwule Studenten der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg rufen zur Gr\u00fcndung eines \u201eHomophilen Diskussions- und Arbeitskreises\u201c auf. 1973 15 Studenten gehen unter dem Namen \u201eW\u00fcrzburger homosexuelle Studentengruppe\u201c (W\u00fcHST) erstmals an die \u00d6ffentlichkeit. 1974 Man nennt sich jetzt \u201eW\u00fcrzburger homosexuelle Studenteninitiative\u201c (W\u00fcHSt) und bezieht in der Virchowstra\u00dfe 9 drei R\u00e4ume in einer Privatwohnung als \u201eW\u00fcHSt-Zentrum\u201c. 1977 Im Mai bezieht man zusammen mit anderen Gruppen aus dem links-alternativ-autonomen Spektrum ein Anwesen in der Burkarderstra\u00dfe 12. Dieses Zentrum hei\u00dft von Anfang an WuF-Zentrum (Werdet unsere Freunde). 1978 Die Rosa Hilfe bietet erstmalig Beratung f\u00fcr Schwule bei telefonischen Anfragen. Auch wenn sich im Lauf der Zeit die Themen und die Medien gewandelt haben, bis heute besteht dieses Angebot fort. 1982 Vom 22. bis 24. Januar findet das erste schwule Filmwochenende in W\u00fcrzburg statt. Es wird \u00fcber viele Jahre deutschlandweite Aufmerksamkeit bekommen. Am 11. M\u00e4rz wird W\u00fcHSt unter dem Namen \u201eW\u00fcHSt \u2013 Verein zur F\u00f6rderung von Emanzipation, Kommunikation und Kultur e. V.\u201c ein eingetragener Verein. Im Mai wird das WuF-Zentrum in einer \u00f6ffentlichkeitswirksamen Demonstration zu Grabe getragen. Der Vermieter hatte den Vertrag wegen massiven Drucks aus der Nachbarschaft gek\u00fcndigt. Ab Juni trifft man sich in der evangelischen Studentengemeinde. 1983 Am 30. April wird das neue WuF-Zentrum im Nigglweg in Betrieb genommen. Tr\u00e4ger ist der neu gegr\u00fcndete \u201eWuF \u2013 Werdet unsere Freunde e. V.\u201c. In ihm arbeiten die verschiedenen Gruppen (Umweltschutzgruppe, DFG-VK, Volksfront, W\u00fcHSt), die das WuF bev\u00f6lkern, zusammen. W\u00fcHSt nennt sich nach au\u00dfen jetzt oft \u201eW\u00fcrzburger homosexuelle Emanzipationsgruppe\u201c. 1986 Ab Ende des Jahres erscheint regelm\u00e4\u00dfig die W\u00fcHSt-Info mit schwulen Terminen. 1987 Die W\u00fcrzburger Aidshilfe zieht in die R\u00e4ume des WuF-Zentrums. Sie wird hier bis 1993 bleiben. 1989 Nachdem alle nichtschwulen Gruppen im Haus sich aufgel\u00f6st haben oder ausgezogen sind, hat sich das WuF faktisch zum reinen Schwulenzentrum gewandelt. Am 1. September wird auch das Obergeschoss gepachtet, so dass nun das gesamte Anwesen in der Hand des WuF ist. 1998 WuF e. V. und W\u00fcHSt e. V. bestehen jahrelang nebeneinander. Personell sind sie eng miteinander verbunden und f\u00fcr Au\u00dfenstehende kaum voneinander zu unterscheiden. Am 1. September werden die Konsequenzen daraus gezogen. Durch Vereinigung entsteht der neue \u201eWuF (Werdet unsere Freunde) \u2013 Verein zur F\u00f6rderung von Emanzipation, Kommunikation und Kultur \u2013 W\u00fcHSt e.V.\u201c. 2002 Die Jugendgruppe D\u00e9j\u00e0W\u00fc gr\u00fcndet sich neu. Im Jahr 2008 wird die Jugendgruppe als eigener Verein eingetragen, bleibt aber weiterhin ein Teil des WuF-Zentrums. 2003 Im M\u00e4rz passt man den Namen dem gewandelten Selbstverst\u00e4ndnis und dem allgemeinen Sprachgebrauch an. Der Verein hei\u00dft nun \u201eWuF e.V. &#8211; W\u00fcrzburger Schwulenzentrum\u201c. 2007 Seit langer Zeit haben auch lesbische Veranstaltungen einen festen Platz im WuF-Zentrum. Diesem Wandel wird am 4. Februar Rechnung getragen. Per Mitgliederbeschluss wird das WuF-Zentrum in \u201eschwulesbisches Zentrum W\u00fcrzburg\u201c umbenannt. Au\u00dferdem wird der Chor \u201eSotto Voce\u201c gegr\u00fcndet. 2008 Neu hinzu kamen Treff.punkt 8 und die ILSE-Gruppe. Marketingtechnisch \u00f6ffnet sich das WuF-Zentrum mehr nach au\u00dfen. Es gibt nun das neue Corporate Identity (Logo, wufmag, Website). Oberb\u00fcrgermeister Georg Rosenthal (SPD) \u00fcbernimmt erstmals die Schirmherrschaft der Rosa-Hilfe-Gala. Dies ist nicht nur Ausdruck einer Wertsch\u00e4tzung durch die Stadt sondern auch Zeichen einer st\u00e4rkeren Vernetzung mit der Stadt W\u00fcrzburg und anderen Tr\u00e4gern. 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