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- vorgestellt von Rashid -
Manchmal scheint die Welt Kopf zu stehen. Mancher hat dieses Gefühl häufiger, Mancher seltener. Mancher nie. Lenz ist zunehmend einer von den Ersteren. So stellte ihn zumindest der hessische Revolutionär, Medizinstudent und Dichter Georg Büchner (1813 - 1837) am Anfang seiner Novelle „Lenz“ dar. Büchner war von einem kurzen Lebensabschnitt des Dichters Johann Michael Reinhold Lenz (1751 - 1792) besonders fasziniert. Einst mit Goethe, dem Idol und Fixstern der Generation der „Stürmer und Dränger“, bestens bekannt, befand Lenz sich während seiner zweiten Lebenshälfte mehr und mehr auf dem Abstieg. Sein sozialer Verfall ging mit fortschreitendem Realitätsverlust einher.
Eng an einem Bericht aus dem Jahre 1778 orientiert, betrachtet Büchner in seiner Fragment gebliebenen Erzählung die entscheidende Wende in der psychischen Biographie seines literarischen Geistesverwandten – der schließlich eines Nachts in Moskau tot in der Gosse liegend aufgefunden wurde.

